[Vegan for Fit] Schlussbericht und Wie geht's weiter?

Dienstag, Juli 23, 2013

Die 30 Tage sind um und es ist Zeit für ein Fazit. Die Zahlen sprechen ein positives Ergebnis. Mein Ausgangsgewicht von 75,7 kg konnte ich in den 30 Tagen auf 73,10 kg verringern. Das entspricht einer Abnahme von 2,6 kg. Im Vergleich dazu habe ich in einem ähnlichen Zeitraum, vom 22.5. zum 21.6., 1,3 kg abgenommen. Durch Vegan for Fit konnte ich die Abnahme somit verdoppeln.

Die letzte Woche war – wie bereits berichtet – nicht so prickelnd, da ich mich nicht immer an die Rezepte aus dem Buch halten konnte. Auch habe ich in dieser Woche viel öfter auf Vollkornbrot mit Gemüse zurückgegriffen, als in den Wochen zuvor. Wer weiß also, wie viel mehr ich noch abgenommen hätte, wenn ich in der letzten Woche rein nach Vegan for Fit gegessen hätte.
Dennoch, denke ich, kann ich zufrieden sein mit meiner Abnahme.
Zentimetermäßig hat sich auch etwas verändert, leider nicht so viel wie im Monat zuvor. Da habe ich ohne Vegan for Fit mit Sport doch einiges an der Hüfte und der Taille verloren. Dennoch - der Umfang ist weniger geworden. 
19.7.
Reduktion
Gewicht
73,1
kg
-2,6
kg
Taille
79,5
cm
-2,5
cm
Hüfte
100
cm
-2
cm
Oberschenkel rechts
60
cm
-1
cm
Oberarm rechts
31
cm
0
cm
Unterbrustumfang
90
cm
-1
cm





Wacher, fitter, toller?

Wer sich an den Quickstart-Post erinnert (VERLINKEN), weiß auch noch, dass nicht allein die Abnahme im Fokus stand, sondern auch der Wunsch nach einem besseren Hautbild, besseres Zahnfleisch und mehr Vitalität im Alltag.
Mein Hautbild hat sich tatsächlich zum Positiven verändert, auch meiner Familie, die mich ja jetzt länger nicht gesehen hat, ist das nicht verborgen geblieben.  Wie sehr das jetzt wirklich von Vegan for Fit kommt, kann ich nicht wirklich sagen. Immerhin hat sich mein Hautbild schon durch den Sport verbessert und im Sommer sieht’s bei mir im Gesicht immer besser aus. Aber ich will den Erfolg nicht schmälern, denn das Weglassen von Kuhmilch und Zucker hatten sicher einen positiven Effekt.
Wenn mir jetzt meine Ziele wieder ins Bewusstsein rufe, dann fällt mir auf, dass ich tatsächlich weniger Zahnfleischprobleme hatte. Während der 30 Tage habe ich nicht darüber nachgedacht und weil es keine Probleme gab, ist mir nichts aufgefallen. Aber gerade das kann ja jetzt im Nachhinein als positiver Erfolg verzeichnet werden.
Dass ich mich fitter gefühlt hätte, kann ich nicht bestätigen. Ich fühle mich überhaupt besser seit ich regelmäßig Sport mache, was ja auch bei Vegan for Fit empfohlen wird. Hätte ich zeitgleich mit Vegan for Fit mit dem Sport begonnen, wäre der Effekt vielleicht größer gewesen.
Allerdings habe ich in der Anfangszeit eher bemerkt, dass mir manchmal die Kraft fehlte und ich mich öfter müde fühlte. Doch gerade der Beginn fiel in eine Zeit extremer Hitze, die sicherlich auch für das Gefühl der Kraftlosigkeit sorgte. Ein weiterer Grund für Schwächegefühle und auch einen oftmals starken Hunger – gerade abends – war wohl der Zucker- und Weißmehlentzug. Gerade in der Zeit vor Vegan for Fit war meine Ernährung nicht ganz so gesund und ich habe mir öfter abends auf der Couch etwas Süßes gegönnt. Nachdem ich den Agavendicksaft in den Rezepten auch oft reduziert habe, war der Umstieg von sehr süß auf kaum süß wohl sehr markant.
Wer sich jetzt wundert , wieso ich den Agavendicksaft reduziert oder manchmal ganz weggelassen habe, obwohl ich ja doch eine Naschkatze bin, dem sei gesagt, dass ich Zucker schon lange vorher reduziert habe. Limonaden und Zucker im Tee sind mir viel zu süß, gekaufte Süßigkeiten schmecken mir manchmal, als würde ich auf Zuckerwürfeln herumkauen und der gekaufte Butterzopf, den sich mein Freund sonntags manchmal gönnt, reizt mich gar nicht. Dennoch sind Selbstgebackenes und Eis meine Schwachpunkte geblieben.


Die Rezepte

Die Fotos zeigen es: Ich habe in den letzten 30 Tagen sehr viel Gemüse in den unterschiedlichsten Variationen und doch sehr abwechslungsreich gegessen. Brot, auch so ein kleiner Schwachpunkt, wurde stark reduziert und mittlerweile habe ich überhaupt nicht das Gefühl, das mir etwas abgeht.
Manche der Gerichte sind so lecker, dass ich mir gut vorstellen kann, dass ich auch in Zukunft öfter eines der Rezepte kochen werde. Besonders die Zucchinispaghetti haben mich begeistert, vor allem als mein neuer Julienne-Schäler endlich ankam. Ich werde mir auch sicher viele Ideen mitnehmen und das ein oder andere, das ich in Zukunft koche, von den Rezepten inspirieren lassen.
Andere Speisen wiederum waren gar nichts meins und viele Rezepte habe ich gleich abgewandelt. Ständig diese Mandelcreme über allem Überbackenem und viel zu viel Agavendicksaft für meinen Geschmack. Wie bereits erklärt, mag ich Süß gern, aber es gibt gewisse Dinge, wo es mir dann auch zu süß werden kann. Beispielsweise der Joghurt-Amaranth-Pop schmeckt mir besser, wenn ich die Himbeeren noch richtig herausschmecken kann. Und wie der liebe Herr Hildmann bei seiner Pizza keinen Unterschied zu einer echten erkennen kann… der hat noch nie meine gegessen.
Auch werden einige Gemüsesorten sehr oft verwendet, während andere ganz unter den Tisch fallen.  Mein wöchentlicher Zucchini-Konsum ist schon ganz schön hoch. Und den Kürbis, den konnte ich in dieser Zeit leider nirgends besorgen. Vegan for Fit hat mir sicher aber auch noch einmal bewusst gemacht, welche Welten zum Teil zwischen Bio und konventionell angebautem Obst und Gemüse liegen – vor allem geschmacklich im Selbsttest.
Tofu hat ebenso Pluspunkte sammeln können. Wenn ich vorher vielleicht noch für Räuchertofu Verwendung fand, so haben sich mir hier ganz neue Horizonte eröffnet – wenn man so sagen mag. Nur wird Tofu für meinen Geschmack doch ein- oder zweimal zu oft verwendet, vorsichtig ausgedrückt.


Bioladen-Kundenkarten, Basilikumtofu-Freuden und vegane Kochbuchparadiese

In den 30 Tagen habe ich Kundenkarten in zwei örtlichen Bioläden eingesammelt, mich munter-fröhlich durch verschiedenste Sojajoghurtmarken und Tofuvarianten gekostet, meine Präferenzen bei Hafer-, Dinkel- und Sojamilch gefunden und meine Umwelt in Staunen versetzt. Alles in allem ist meine vegane Ernährungsumstellung jedoch besser angekommen als gedacht, wobei manche erst dann Ruhe gaben, als ich erklärte, dass sie vorerst nur temporär ist.
Tatsächlich hat sich jedoch mehr geändert als gedacht. Zwar kann ich mir noch nicht vorstellen, ein Leben lang vegan zu leben, sogar vegetarisch macht mir vermutlich noch Probleme, aber ich konnte feststellen, wie sich meine Einstellung zu bestimmten Lebensmitteln verändert hat. Letzte Woche geschah es mehrmals, dass jemand neben mir ein gekochtes Ei verspeist hat – und Eier stinken.  Klar, Eier haben einen speziellen Geruch, aber das sie stinken wäre mir bisher nicht aufgefallen. Mal sehen wie sich diese Erkenntnis für die Zukunft auswirkt.
Auch Kuhmilch hat etwas von ihrem Bann verloren. Der Geruch von Milch ist intensiver geworden und ein Glas Milch zu trinken, kann ich mir momentan so gar nicht vorstellen. Käse und Schinken zählen momentan ebenso nicht zu meinen favorisierten Lebensmitteln. Aber man darf natürlich nicht unterschätzen, wie schnell man sich wieder umgewöhnt. Und Eis hat mir ja letzte Woche auch geschmeckt, trotz der Kuhmilch.
Wie bereits erwähnt, werde ich das ein oder andere Rezept weiterverwenden und bei einem Ausflug bin ich in einem Bücherladen ganz versonnen vor der vegetarischen/veganen Kochbuchecke stehen geblieben. Nachdem mir bei so viel Auswahl die Entscheidung schwerfiel und ich gerade tags zuvor ein veganes Kochbuch gekauft hatte, habe ich mir nur die Titel notiert – für weitere Recherche. Es ist also sicher was hängen geblieben.
Wie’s weitergeht bleibt also spannend. Bis Mittwoch möchte ich mich noch nach Vegan for Fit ernähren, da letzte Woche ja nicht ganz nach Plan verlief, und für die nächsten Woche bin ich sowieso noch dem Team Clean Eating im Battle der Diäten verpflichtet (VERLNKEN).


Fazit

Das Hauptziel – Abzunehmen – hat sicher funktioniert. Auch kann ich mir vorstellen, einiges aus dem Buch weiterzuführen. Ich habe auf jeden Fall viel mehr Ideen, wie ich Kuhmilch umgehen kann, und das war ja auch einer der Gründe, wieso ich das Buch anfangs gekauft habe.
Die Vorteile des Buches sind ein gut strukturierter Aufbau, die anschaulichen und inspirierenden Bilder und die leckeren Rezepte, die einem auf jeden Fall helfen im Plan zu bleiben. Nachteilig wirkt sich der Zeitaufwand aus. Viele der Rezepte brauchen viel Zeit und ein einfaches Abendessen ohne zu Kochen ist fast unmöglich, wenn man nicht bereits vorgekocht hat oder jeden Abend dasselbe ist.
Auch sind einige der Rezepte – wie ich finde – weniger lecker beziehungsweise verbesserungsfähig. Wer keine Lust hat, auch dafür Zeit zu investieren oder zu improvisieren, könnte das problematisch finden. Und unterwegs wird es wirklich schwierig.
Der Preis des Buches hat es in sich und wenn ein paar weniger Bilder des Autors hätten mich nicht gestört. Den Anhang zum Thema Sport hätte ich ebenso wenig gebraucht, aber auch hier sind die Ansichten und Bedürfnisse unterschiedlich.
Als Anstoß, darüber nachzudenken, was wir so täglich unserem Körper zuführen und wie die Lebensmittel auf uns wirken, ist das Buch sicher interessant. Eine neue Ernährungsweise kann ausprobiert werden, ohne lange nach Rezepten suchen zu müssen. Und die Abnahme hat ja funktioniert.






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3 Gedanken zu diesem Thema

  1. Glückwunsch, 2,6 kg sind ein tolles Ergebnis! :)

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  2. Wow super meine Liebe.! :) Wie gehts denn weiter? Wirst du weiterhin Vegan essen oder nur, wenn du Lust hast?

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  3. Für vegane Rezepte ebenfalls durchaus empfehlenswert: http://www.straightupfood.com

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Danke für deine Worte : )
Ein nettes Wort, ein lieber Gruß, positive wie negative (konstruktive) Kritik - ich freu mich!

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